Es gibt zwei unterschiedliche Tiere, die Seide herstellen. Den Maulbeerspinner und den Tussahspinner. Außerdem gibt es zwei Arten von Seidengewinnung. Das komplette Abhaspeln des Kokons und das Zerschneiden des Kokons. Daraus resultieren unterschiedliche Stoffqualitäten, die hier aufgezählt werden.
Seide wird als fertiger Stoff in folgende Kategorien unterschieden: Bourretteseide, Chiffon, Crêpe de Chine, Crêpe Georgette, Crêpe Satin, Damassé, Duchesse, Organza, Pongé, Satin, Taft und Twill.
Entbastete Maulbeerseide hat einen edlen Glanz, ist geschmeidig und knittert wenig. Haspelseide ist glatt und hat die größte Feinheit. Die Schnappseide ist fein/glatt und hat eine sehr große Feinheit. Bourretteseide ist grob, noppig und ungleichmäßig. Wildseide fühlt sich hart an, ist nicht so gleichmäßig. Seide ist sehr hautfreundlich, sie ist glatt und kühlend, die feinen Gewebe sind trotzdem warmhaltend. Echte Seide knirscht beim Zusammendrücken und vermittelt ein unnachahmliches Gefühl. Sie hat ein elegantes Aussehen, einen weichen, schönen Fall und wirkt immer wertvoll.
Es ist empfehlenswert, Seide mit der Hand zu waschen, nicht zu bleichen und nicht im Wäschetrockner zu trocknen, sondern am Besten frei aufzuhängen. Seide bitte nur mit zwei Punkten bügeln, also nicht so heiß. Eine chemische Reinigung ist möglich. Seide ist empfindlich gegen Schweiß, Deos und Parfum. Das Wasser beim Bügeln kann Flecken verursachen.